
Zur Pfarrgemeinde Kierdorf gehörten seit langer Zeit die Orte Kierdorf, Roggendorf, Brüggen (bis 1911), und die kleinen Siedlungen Schildgen und Zieselsmaar.
Über die Gründung der ersten kirchlichen Anlage in Kierdorf liegen keine Quellen vor.
Dem Kirchenpatron St. Martinus wurden in der Karolingerzeit
(8. und 9. Jahrhundert) im Frankenreich zahlreiche Kirchen
geweiht.

Experten gehen davon aus, dass in Kierdorf schon vor 1000 eine einschiffige Kirche stand. Nach Erkenntnissen neuerer Untersuchungen ist der kunsthistorisch bedeutungsvolle Kierdorfer Kirchturm zwischen 1160 und 1170 erbaut worden.
Die bisher bekannte erste Orts- und Kirchenerwähnung findet sich in einer Urkunde vom 5. Juni 1233. Propst Heinrich von St. Severin in Köln erhält unter anderem die Vogtei in Kirdorp (Kirchendorf).
